Über uns

Die Musikkapelle Saltaus wurde im Jahr 1960 gegründet. Erster Obmann war Hans Kofler, sein Stellvertreter Anton (Hans) Pircher. Die Aufgaben des Schriftführers und Kassiers übernahm Albert Schiefer. Zu den Gründungsmitgliedern zählten außerdem Sebastian Kofler, Karl Kofler, Alois Pircher, Franz Schiefer, Alois Platter, Josef Platter, Josef Gilg, Anton Mair und Rudolf Pircher.

Bereits zu Beginn stand die junge Kapelle vor einer großen Herausforderung: der Finanzierung der dringend benötigten Instrumente. Dank der großzügigen Unterstützung von Hans Kofler und Georg Mair, genannt „Jouslknecht“, die der Kapelle Geld vorstreckten, konnte ein erster Grundstein gelegt werden. Zusätzlich wurden Bettelaktionen bei den Bauern von Schweinsteg und Riederberg durchgeführt, die überwiegend Nutzholz spendeten. Dieses Holz wurde von den Musikanten selbst verarbeitet und ins Tal gebracht. Weitere Einnahmequellen waren das traditionelle Neujahranspielen, das sich damals noch über vier Tage erstreckte, sowie Auftritte bei Bällen – etwa beim „Jager Hans“ in St. Martin – und bei Wiesenfesten.

Die erste Probe fand am 24. November 1960 in der Saltaussäge statt und wurde von den Lehrern Alois und Hermann Gögele aus Obermais geleitet. Die Instrumente stellte die Musikkapelle St. Martin zunächst leihweise zur Verfügung. Mit dem geliehenen und selbst erwirtschafteten Geld konnten schließlich eigene Instrumente bei „Öttl und Erb“ in Meran angekauft werden. Die Trachten hingegen wurden von den Musikanten aus eigener Tasche bezahlt – ein Zeichen des großen persönlichen Einsatzes von Beginn an.

Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte die Musikkapelle Saltaus am 4. Juni 1961 bei der Fronleichnamsprozession in Schweinsteg. Bereits 1962 errichtete die Kapelle in Eigenregie ein eigenes Probelokal oberhalb des Saltauser Dammes, im Bereich der heutigen Neubauten. Ein Wiesenfest am „Gransteiner Sand“ ging als besonderes Ereignis in die Geschichte ein: Es fand am Vorabend der tragischen Geschehnisse rund um Luis Amplatz statt. Am darauffolgenden Tag landeten dort Hubschrauber, und eine angespannte Stimmung lag über dem Tal.

In den 1970er-Jahren wurden mehrere junge Musikanten ausgebildet, darunter Georg Pichler, Sebastian Ladurner und Karl Haller. Nachdem das Probelokal aufgrund des Baus der Tischlerei Pfitscher abgerissen werden musste, fanden die Proben zuletzt in einem Raum der alten Hirzer-Seilbahn statt. Trotz aller Bemühungen kam es 1973 zum vorläufigen Ende der Musikkapelle Saltaus.

Ein Neuanfang gelang im Februar 1978 unter der Leitung von Alois Platter („Haupolter Luis“). Acht zum Teil sehr junge Burschen wurden von ihm sowie erneut von Alois Gögele musikalisch ausgebildet. Von den früheren Musikanten wirkten nur noch drei aktiv mit. Aus gesundheitlichen Gründen legte Kapellmeister Alois Gögele 1984 sein Amt zurück, seine Nachfolge trat Ehrenreich Haller an. Seit 1988 lag die musikalische Leitung in den Händen von Erich Gamper aus Riffian.

Auch organisatorisch entwickelte sich die Kapelle weiter: 1996 übergab Obmann Alois Platter sein Amt an Robert Pircher. Es folgten Christian Ladurner (2002–2008), Elmar Ladurner (2008–2014) und ab 2014 Peter Pircher als Obmänner. Am 25. Jänner 2003 konnten jene acht Musikanten geehrt werden, die seit dem Neuanfang 1978 auf 25 Jahre aktive Tätigkeit zurückblickten. Weitere Ehrungen galten langjährigen Mitgliedern, darunter Alois Platter, Anton (Hans) Pircher und Siegfried Egger. Unser Kamerad und Ehrenobmann Alois „Luis“ Platter verstarb am 22. Oktober 2011.

Nach 30 Jahren im Amt verabschiedete sich Kapellmeister Erich Gamper in den wohlverdienten Ruhestand. Im Jahr 2019 übernahm Luis Gögele die musikalische Leitung. Seit 2023 steht Helmuth Kofler der Musikkapelle Saltaus als Obmann vor, und seit 2024 liegt die musikalische Leitung in den Händen von Manuel Tumler.